Finale der Sportabzeichentour 2016

Weißwasser, Freitag 09.September 2016

Weißwasser ist in Sachen Deutsches Sportabzeichen spitze. Das hat der Tourstopp in Sachsen beim großen Finale der Sportabzeichen-Tour heute wieder einmal unterstrichen. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad strömten schon ab 7.30 Uhr morgens hochmotivierte Schülerinnen und Schüler ins Stadion der Kraftwerker. Ab 14 Uhr waren dann auch alle anderen eingeladen, das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. Eine Stadt im Sportabzeichen-Fieber „Ich bin nur für das Wetter verantwortlich, den Rest hat das tolle Organisationsteam gemacht“, scherzte Bürgermeister Torsten Pötzsch bei der Eröffnung. Er selbst ging mit gutem Beispiel voran, kam im Sportzeug und fing sofort nach der Begrüßung an, für seine Sportabzeichen-Prüfungen zu laufen, zu springen und zu werfen. Auch Andreas Dittmer, der in einer Doppelfunktion als Vertreter des DOSB und als Sportabzeichen-Botschafter für die Sparkassen-Finanzgruppe nach Weißwasser gekommen war, mischte sich gleich nach dem Startschuss unter die Menge. „Ich bin das erste Mal in Weißwasser dabei, obwohl Weißwasser schon zum fünften Mal Gastgeber für die Sportabzeichen-Tour ist“, sagte er. „Der Ruf als Sportabzeichen-Hochburg wird hier voll eingelöst, die Kinder machen begeistert mit, die Helfer sind ein eingespieltes Team, alles klappt reibungslos.“ Auch kinder+Sport-Botschafter Frank Busemann war von der Stimmung begeistert: „Es ist toll, mit welcher Motivation die Kinder ihre Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen angehen. Mir persönlich gefällt ganz besonders die Aschenbahn. Das kenne ich noch aus meiner Jugend. Und schnell sein geht da auch: Die deutsche Leichtathletik-Legende Armin Hary ist 1958 auf der Aschenbahn über 100 Meter 10.0 s gelaufen.“ Die beiden früheren Weltklasse-Athleten freuten sich über die tolle Atmosphäre beim Finale der Sportabzeichen-Tour: „Insgesamt ist die Sportabzeichen-Tour 2016 wieder wunderbar gelungen“, fasste Frank Busemann seine Eindrücke zusammen. Andreas Dittmer meinte: „Die Sportabzeichen-Tour ist im Laufe der Jahre immer besser geworden. Für die Kinder ist es eine ganz tolle Plattform, um das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. In der Gemeinschaft macht Sport am meisten Spaß.“ Die Sparkassen-Finanzgruppe und kinder+Sport gehören mit Ernsting’s family und der Krankenkasse BKK24 zu den Nationalen Förderern des Deutschen Sportabzeichens. Sie sorgten auch dafür, dass es bei allen Tourstopps ein attraktives Rahmenprogramm gab. Auf dem Activity Board der Sparkassen-Finanzgruppe kam es auf schnelle Reaktion an und beim Zielwerfen war ein gutes Auge gefragt. An der Fotostation von kinder+Sport konnten sich alle Kinder und Jugendlichen zur Erinnerung an einen schönen Tag Fotos von ihren Sportabzeichen-Prüfungen abholen. Beim Ernsting’s family-Parcour hatten Teams die Chance, bei sportlich-spielerischen Wettkämpfen wie HulaHoop oder Sackhüpfen gemeinsam Punkte zu sammeln. Erfrischungen gab es an der Wasserbar der Sparkasse Weißwasser, außerdem wurde kostenlos Krombacher's Fassbrause in verschiedenen Sorten ausgeschenkt – eine Erfrischung für die ganze Familie mit 0,00% Alkohol. Wer sein Glück versuchen wollte, der war beim Glücksrad der Lotterie Glücksspirale richtig, wo man Lose gewinnen konnte. Während die Kinder und Jugendlichen im Stadion Spaß hatten, gab es für Wolfgang Petsch, den Ehrenvorsitzenden des Stadtsportverbandes Weißwasser, eine ganz besondere Auszeichnung. Der „Vater des Sportabzeichens“ in Weißwasser wurde vom Landessportbund Sachsen und der TSG Kraftwerk Boxberg für sein langjähriges Engagement geehrt. „Das war leicht für mich“, sagte Petsch. „Ich war 20 Jahre Schuldirektor und konnte meine Kontakte nutzen, um das Deutsche Sportabzeichen immer bekannter zu machen.“Nicht nur die Sportabzeichen-Botschafter und der Bürgermeister zeigten sich in Weißwasser von ihrer sportlichen Seite, auch die Maskottchen traten schon früh am Morgen gegeneinander an. Beim Maskottchenlauf hatte DOSB-Maskottchen Trimmy die Nase vorn und kam vor Weißwass (Stadt Weißwasser) und Flizzy (LSB Sachsen) ins Ziel. Weniger Erfolg hatten die prominten Gäste beim Torwandschießen, für das die Sparkasse 50 Euro für jeden Treffer zugunsten der Jugendarbeit der TSG KwBX/Weißwasser ausgelobt hatte. Weil bis auf Dirk Rohrbach, Lausitzer Füchse, niemand traf, mussten die Kinder aushelfen. Unter großem Beifall trafen zwei Mädchen und die Sparkasse Weißwasser wollte das Schießen so lange fortsetzen, bis 500 Euro zusammengekommen waren. Mitarbeiter des DOSB-Programms „Integration durch Sport“ waren in Weißwasser mit einer Fairplay-Werkstatt vor Ort, um Kinder und Jugendliche für das Thema „Fairplay im Sport und im Alltag“ zu sensibilisieren. Unter anderen wurden auch rund 100 Schülerinnen und Schüler aus Polen erwartet. Andreas Dittmer bedankte sich im Namen des DOSB beim Organisationsteam vom Landessportbund Sachsen, Oberlausitzer Kreissportbund, dem Stadtsportverband Weißwasser und der TSG Kraftwerk Boxberg Weißwasser mit allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die rundum gelungene Veranstaltung. Text: wirkhaus, DOSB; Fotos: 5,6,7 Treudis Naß; 1,2,3,9,10,12,13 Christian Köhler; 4,8,11 Joachim Rehle

Sportabzeichentour 2016

Weißwasser, Freitag 09.September 2016

Das Deutsche Sportabzeichen hat in Weißwasser besonders viele Fans. Im vergangenen Jahr belegte die TSG Kraftwerk Boxberg zum vierten Mal in Folge den ersten Platz im bundesweiten Sportabzeichen-Wettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe in der Kategorie „Vereine“. Es ist also kein Wunder, dass die Stadt in diesem Jahr schon zum fünften Mal Gastgeber für die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist und am 9. September das große Finale ausrichtet. Schon um 7.50 Uhr geht es in Weißwasser los mit einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Torsten Pötzsch und den dreimaligen Kanuolympiasieger und DOSB-Vertreter Andreas Dittmer. Gleich im Anschluss gibt Wolfgang Petsch, der in Weißwasser auch „Vater des Sportabzeichens“ genannt wird, den Startschuss für den Maskottchenlauf. DOSB-Maskottchen Trimmy wird sich ordentlich strecken müssen, um gegen Fuchs (Eissport Weißwasser), Wuschel (Maskottchen der Waldeisenbahn Muskau), Weisswass (Stadt Weißwasser) und Flizzy (LSB-Sportmaus) die Nase vorn zu haben. Von 8 bis 19 Uhr nehmen dann die ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer im Stadion der Kraftwerker und in der benachbarten Schwimmhalle das Deutsche Sportabzeichen ab. Vorschulkinder können am Nachmittag das Sächsische Kindersportabzeichen ablegen und werden dabei von Sportmaus Flizzy unterstützt. Hörfunk- und TV-Moderator Andree Pfitzner und der Moderator und Sprecher Frank Budszuhn führen den ganzen Tag durch das Programm.

1.500 Kinder und Jugendliche sowie 500 weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet das Organisationsteam um die TSG Kraftwerk Boxberg, den Stadtsportverband und die Stadt Weißwasser, den Oberlausitzer Kreissportbund und den Landessportbund Sachsen zum Abschluss der Sportabzeichen-Tour in Weißwasser. Unter ihnen auch Sportlerinnen und Sportler aus polnischen Partnerschulen, die beim Deutschen Sportabzeichen dabei sein wollen. Außerdem wollen am Nachmittag etwa 20 Eishockeyspieler des ETC Crimmitschau das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Sie alle können sich auf eine bunte Veranstaltung freuen, in der es nicht nur um sportliche Erfolge, sondern vor allem auch um ein faires Miteinander geht. Mitarbeiter des DOSB-Programms „Integration durch Sport“ sind dafür mit einer Fairplay-Werkstatt auf dem Gelände und wollen mit Kindern, Jugendlichen und Eltern zum Thema „Fairplay im Sport und im Alltag“ ins Gespräch kommen. Mit der Sportabzeichen-Tour sind auch 2016 wieder viele prominente Sportlerinnen und Sportler unterwegs. In Personalunion als Botschafter für die Sparkassen-Finanzgruppe und als offizieller DOSB-Vertreter ist Andreas Dittmer dabei. Für kinder+Sport ist der Gewinner der Olympischen Silbermedaille im Zehnkampf von Atlanta 1996, Frank Busemann, vor Ort und als Sportabzeichen-Botschafterin von Ernsting’s family kommt Stuntfrau, Model und Moderatorin Miriam Höller, obwohl sie sich im Juli bei einem Action-Fotoshooting beide Füße gebrochen hat und wegen der schweren Verletzung immer noch im Rollstuhl sitzt. Alle prominenten Sportler werden sich um 11 Uhr beim Wurf- und Ballschuss mit anderen Ehrengästen in einem Promi-Wettkampf messen. Die Sport-Aktionsmodule der Nationalen Förderer wie der Ernsting‘s family Parcours machen die Sportabzeichen-Tour noch attraktiver. Auf dem Activity Board und beim Zielwerfen der Sparkassen-Finanzgruppe sind Schnelligkeit und Koordination gefragt. Kostenlose Fotos von ihren Sportabzeichen-Prüfungen gibt es für Kinder und Jugendliche an der Fotostation von kinder+Sport. Etwas Glück braucht man am Glücksrad der Lotterie GlücksSpirale, wo es Lose zu gewinnen gibt. Wasser umsonst gibt es an der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien. Außerdem wird kostenlos Krombacher's Fassbrause in verschiedenen Sorten ausgeschenkt – eine Erfrischung für die ganze Familie mit 0,00% Alkohol. Der DOSB, der unter seinem Dach 98 Mitgliedsorganisationen mit rund 90.000 Vereinen und 27 Millionen Mitgliedschaften vereint, hat die Sportabzeichen-Tour 2004 aus der Taufe gehoben, um möglichst viele für lebenslangen Sport zu begeistern. Wichtige Unterstützung leisten dabei die Nationalen Förderer des Deutschen Sportabzeichens: die Sparkassen-Finanzgruppe, kinder+Sport, Ernsting’s family und die Krankenkasse BKK24. Aktuelle Leistungsanforderungen können unter www. deutsches-sportabzeichen.de abgerufen werden. Text: Tony Keil, Wochenkurier

Sportabzeichentour des DOSB in Weißwasser 2011

© Stadtsportverband Weißwasser

Interview mit dem Vorsitzenden Roland Pietsch

Weißwasser, Montag 20. Juni 2011

Weißwassers Bürger sind sportlich: Rund zehn Prozent der etwa 20.000 Einwohner legen regelmäßig die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen ab. Einer davon ist Roland Pietsch. Der 57-jährige Ingenieur der Instandhaltung im Kraftwerk Boxberg ist seit 15 Jahren Vorsitzender der TSG Kraftwerk Boxberg-Weißwasser e.V. Er freut sich schon sehr auf den Tourstopp des Deutschen Sportabzeichens am 22. Juni in Weißwasser. Im Interview erklärt Roland Pietsch, warum die TSG nicht ganz unschuldig ist an der eindrucksvollen Zahl abgelegter Sportabzeichen in der sächsischen Stadt. Wie kommt es, dass die TSG Kraftwerk Boxberg beim jährlichen bundesweiten Sportabzeichen-Wettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe immer vordere Plätze belegt? Bei uns wird das Sportabzeichen tatsächlich groß geschrieben, 2010 haben über 500 unserer knapp 700 Mitglieder die Prüfungen abgelegt. Die Sportabzeichenbegeisterung verdanken wir zum großen Teil unserem Vereinsmitglied Wolfgang Petsch, einem ehemaligen Sportlehrer. Als er im Jahr 2000 in Rente ging, setzte er sich mit voller Kraft für das Deutsche Sportabzeichen ein. Er ließ sich zum Prüfer für den Fitnessorden ausbilden und motivierte andere Senioren dazu, es ihm gleichzutun. Sie besuchten zum Beispiel Schulen und fehlten auf keinem Sportfest, um für das Deutsche Sportabzeichen zu werben. Mit Erfolg: Vom Sportabzeichen-Fieber ist längst unser ganzes Kreisgebiet infiziert.
Sie gehören zum Organisationsteam für den Tag des Sportabzeichens in Weißwasser. Welche Aufgabe haben Sie übernommen? So ein Sportfest will gut vorbereitet sein und dafür sind viele Aktive vonnöten Ich bin für die personelle Besetzung der einzelnen Sport-Stationen zuständig. Die TSG Boxberg Weißwasser stellt übrigens 100 der 130 Kampfrichter und Helfer, die am 22. Juni dafür sorgen, dass alles gut läuft.
Warum engagiert sich die TSG Kraftwerk Boxberg Weisswasser e.V. so in Sachen Sportabzeichen?
Das Sportabzeichen bietet sehr gute Möglichkeiten, um Menschen zum Sport anzuregen. Auch diejenigen, die vielleicht einige Zeit nicht mehr aktiv waren, können hier ganz unkompliziert ihre Fitness testen und Erfolge feiern. Diese Anerkennung möchten dann viele, die einmal dabei waren, im nächsten Jahr wiederholen und gleiten damit auch über diesen speziellen Tag hinaus ganz automatisch zum Sport.
Worauf freuen Sie sich besonders am 22. Juni in Weißwasser?
Das Beste an diesem tollen Sportevent in unserer Stadt ist für mich eigentlich ganz einfach: Es sind die Sportler im Stadion. Jungs und Mädels beim Sprint auf der Aschenbahn, Alte und Junge beim Weitsprung, bei der Vorbereitung zum Hochsprung, Frauen und Männer beim Wurf oder Kugelstoßen – die Menschen hier so geballt beim Sport zu sehen, ist ein echtes Ereignis!
Hinzu kommt das bunte Rahmenprogramm, zum Beispiel das Quartertramp der Sparkassen-Finanzgruppe und der Multi-Tower der BARMER GEK, die Fotostation von kinder+Sport, der Infostand der Feuerwehr und der der Polizei – und vieles mehr.
Wie bereiten Sie sich auf die Prüfungen des Deutschen Sportabzeichens vor?
Ich spiele seit zwanzig Jahren Volleyball, außerdem bin ich leidenschaftlicher Fahrradfahrer: Die Radelsaison ist für mich ab Ostern eröffnet, bis zum Herbst lege ich die insgesamt 32 Kilometer Fahrtweg zur Arbeitsstelle mit dem Drahtesel zurück. Das hält mich fit – und das Sportabzeichen fällt dann einfach mit ab, um es mal salopp zu sagen. Da ich in die Organisation des Tages ziemlich eingebunden bin, werde ich mich am 22. Juni nur in einer Disziplin prüfen lassen, nämlich im 50-Meter-Sprint.
Was wünschen Sie sich für den Tag des Deutschen Sportabzeichens in Weißwasser?
Natürlich möglichst viele Teilnehmer, die Freude am Sport und am Deutschen Sportabzeichen haben. Und schönes Wetter. Sollte es allerdings mal einen Schauer regnen, dann lassen wir uns davon garantiert nicht klein kriegen und machen nach einer kurzen Unterstell-Pause einfach weiter. Quelle: DOSB



Sportabzeichentour des DOSB in Weißwasser 2010

Weißwasser, Donnerstag 10. Juni 2010

Wolfgang Petsch, der als „Vater des Sportabzeichens“ in Weißwasser bekannt ist, steht gerne Rede und Antwort in einem persönlichen Interview. Herr Petsch, in Weißwasser gelten Sie als „Vater des Sportabzeichens“. Wie kamen Sie zu diesem Titel?Da müssen Sie eigentlich die Anderen fragen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich sehr früh angefangen habe, das Sportabzeichen bei der TSG Kraftwerk Boxberg/ Weißwasser voranzutreiben. Das ging schon Anfang der 90er Jahre los. Ich war damals Leiter der Leichtathletikabteilung.Die Begeisterung für das Deutsche Sportabzeichen hat schnell auf die anderen Sparten im Verein übergegriffen, so dass wir in den letzten Jahren - gemessen an unserer Mitgliederzahl - in Sachsen immer auf den ersten Plätzen waren. Dadurch haben wir auch den Sportkreis mit hochgezogen, der ebenfalls im landesweiten Vergleich punkten konnte. In Weißwasser haben elf Prozent der Einwohner das Deutsche Sportabzeichen abgelegt, In ganz Sachsen liegt der Schnitt bei 0,5 Prozent. Das heißt schon was. Dazu kommt, dass der Oberbürgermeister auf unser Anraten feierliche Verleihungsfeiern in allen Schulen der Stadt macht. Für die Kinder ist das eine großartige Sache. Das hat inzwischen in Weißwasser Tradition und umliegende Orte wie Krauschwitz oder Bad Muskau haben das übernommen. Darauf bin ich ein bisschen stolz. Wie kam es überhaupt dazu, dass die Sportabzeichen-Tour nach Weißwasser gelangte und welche Rollen haben die verschiedenen Institutionen gespielt? Der Deutsche Olympische Sportbund wurde durch die guten Abnahmezahlen auf uns aufmerksam und hat 2006 bei der TSG angefragt, ob wir einen Tourstopp ausrichten würden. Wir haben dann beschlossen, das über den Stadtsportverband zu machen, weil der Wirkungskreis so einfach größer ist. Aber es sind längst nicht nur die Vereine, die sich in Weißwasser für das Deutsche Sportabzeichen stark machen. Bei der Sportabzeichentour 2010 haben sich 17 Schulen mit insgesamt 2.400 Schülern beteiligt. Auch die Weißwasseraner Feuerwehr ist aktiv und macht beim Sportabzeichen-Wettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe mit.
Außerdem ist es uns gelungen, den Profisport einzubinden. Unsere Eishockey-Profis von den Lausitzer Füchsen machen jetzt schon das fünfte Jahr geschlossen das Deutsche Sportabzeichen. Das dürfte in Deutschland einzigartig sein und hat sicherlich auch zum Ruf Weißwassers als Sportabzeichenstadt beigetragen. Man sollte übrigens nicht denken, dass die Eishockeyspieler das Sportabzeichen so nebenbei machen. Da haben einige richtig zu kämpfen. Wenn ich an den kleinen André Mücke denke - der hat immer Probleme die 7,26 kg-Kugel auf die acht Meter zu bringen.
Welchen Tipp würden sie denn anderen Gemeinden mit auf den Weg geben, wo es mit dem Deutschen Sportabzeichen nicht so läuft? Ich würde denen sagen: Organisiert Abnahmen und klemmt Euch dahinter, sonst geht Euch wirklich etwas verloren. Wir haben über das Sportabzeichen viele Menschen für die Sportangebote in der TSG gewinnen können. Das kann ich mit Brief und Siegel behaupten. Wenn die Menschen über den Fitnessorden zu unseren Trainings kommen und mitmachen, dann haben wir unser wichtigstes Ziel erreicht.
Im diesem Jahr zeichnet die Sparkassen-Finanzgruppe den besten Ausrichter der Sportabzeichen-Tour aus. Rechnen Sie sich Chancen aus? Da halte ich mich zurück. Ich kenne ja die anderen Veranstalter nicht. Ich weiß nur, dass es sehr gut angekommen ist, dass wir Adi aus dem DDR-Kinderfernsehen mit eingebunden haben. Seit „Mach mit, mach’s nach, mach’ besser“ hat er nichts verlernt. Wie der die Kinder animiert und begeistert hat, das war schon toll. Wenn das mitgewertet wird, haben wir vielleicht eine Chance. Aber die anderen Ausrichter haben bestimmt auch gute Einfälle. Worauf ich wirklich stolz bin ist, dass wir als kleiner Veranstalter - was die Teilnehmerzahlen angeht - durchaus mit den Großen mithalten können. Das spricht sicherlich auch für uns. Quelle: DOSB; Bilder: SSV Weißwasser



© Stadtsportverband Weißwasser

Sportabzeichentour des DOSB in Weißwasser 2009

© Torsten Pötzsch, Uwe Mühle, Stadtsportverband Weißwasser

Sportabzeichentour des DOSB in Weißwasser 2007

© Stadtsportverband Weißwasser